Freitag, 15. Dezember 2017

Artikel aus Berlindabei

Wilma - Sensible Pflänzchen
oder Klimawandel im Vereins-Treibhaus

 

(Rüdesheimer Platz - Ausgabe 5, November 2009) 

 

 

Meine Freundin Frieda gründete vor vielen Jahren einen Schrebergartenverein mit und ist natürlich auch glückliche „Besit­ze­rin“ einer kleinen Parzelle. Nach anfäng­lich­em Naserümpfen kam ihr Freundes­kreis immer mehr in den dankbaren Ge­nuss – und auf den Geschmack – eines solchen Fleck­chens Erde, und zwar in Form von ernte­fris­chem Obst und Gemüse. Und mit den Jah­ren verstanden wir auch, wa­rum es ihr so am Herzen lag: Dauerhaftes schaffen mit viel Liebe und Geduld, etwas geben und wiederbekommen; sie steckte viel Engage­ment hinein und schöpfte an­derer­seits viel Kraft daraus.

 

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Wilma Schön

An einem Freitag Nachmittag im Frühling

 

wilma„Das Leben ist kein Ponyhof“, sagt Susanne gern. Damit meint meine Tochter, dass nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Unabhängig davon, dass diese Erkenntnis für mich keine allzu große Überraschung darstellt, muss ich feststellen: Für mich war ein Ponyhof noch nie ein erstre-benswerter Aufenthaltsort. Was soll ich da? Auf dem Lande fühle ich mich nur im Urlaub wohl, also für einen von vornherein begrenzten Zeitraum, und ich mag keine Pferde – egal, ob sie groß oder klein sind. Das ist vermutlich einer der Gründe, warum ich in der Stadt wohne.

 

Am Friedrich-Wilhelm-Platz bin ich jedenfalls ziemlich sicher vor Pferden. Aber nicht vor meiner Tochter. Seit Susanne studiert und in ihrer WG in Friedrichshain wohnt, ruft sie beinahe täglich an und kommt gern auch mal vorbei, besonders dann, wenn sie einen 50-Euro-Schein oder meinen Wäschetrockner braucht. Oder wenn sie zufällig mal Appetit hat auf eine warme Mahlzeit, die nicht aus Spiralnudeln mit Tomatenketchup besteht.

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Beppo PohlmannIm Tal des Friedens

 

Von Beppo Pohlmann

(Berlindabei - Friedenau & Umgebung 2)

 

 

Als ich zu Beginn der 1980er Jahre an den Südwestkorso zog, hatte ich keine Vorstellung davon, wie es ist, in Friedenau zu wohnen, und vor allem auch nicht, dass ich es allem Anschein nach noch bis kurz vor der Ewigkeit tun würde. Gut, ich hatte in den 1970ern schon mal ein paar Jahre in einer WG (unter anderen mit Jürgen von der Lippe) an der Bun­desallee gewohnt (Federal Alley, Peace Valley). Aber das war eine Zeit, in der alles Mögliche wichtiger war – speziell Wein, Weib und Gesang − als die Gegend, in der man wohnte. 1982/83 hatte ich schon so einiges hinter mir, eine Ehe und einen Hit („Kreuzberger Nächte“) eingeschlossen. Letzterer hatte mir zu einigem Wohlstand verholfen.

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